"Zuhause"

So, ich bin angekommen…die Tasche ist ausgeräumt und verstaut und die Schultasche für Morgen gepackt, mein Bett ist gemacht und mein Zimmer geheizt. Man sollte meinen ich bin zu Hause.

Aber meine Gedanken sind irwie nicht hier, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich hab das Gefühl nicht wirklich Zuhause zu sein. Meine Eltern haben mich mit einem grummeln und vorwürfen begrüßt und mir eiskalt erklärt dass ich jawohl nicht erwarten dürfte etwas essen zu dürfen. Mein Bruder begrüßt mich bei jedem Blickkontakt mit irgendwelchen Wutausbrüchen und alle gucken mich an als hätte ich wen umgebracht.

Das klingt wahrscheinlich lächerlich, aber ich vermisse meinen Freund -.- selbst wenn wir uns in der Woche oft gestritten haben ist das alles 1000-mal besser als hier, trotzdem irgendwie hab ich das Gefühl nirgendwo mehr hinzugehören. Das ich mich hier nicht mehr zuhause und aufgehoben fühle ist jawohl halbwegs verständlich und so wunderschön es auch bei meinem Freund ist, es ist seine Familie und ich gehör da nicht hin. Mir wird nur immer wieder deutlich, wiesehr ich es vermisse ein zuhause zu haben wo man sich freut wenn jemand wiedergekommen ist. Einfach zu wissen, da ist jemand der gehört zu dir und dieser jemand wird dich für keine tausend Fehler die du machst verlassen.

Es tut weh zu wissen, dass man irgendwie keine „Familie“ in diesem sinne hat.

Ich bin müde, ich vermisse die wärme meins Freundes einfach alles und ich will nicht zur schule obwohl ich wahrscheinlich trotz Ferien nicht länger bei meinem freund geblieben wäre, ich hab mich zuletzt gefühlt wie diese Tiere die sich auf anderen Tieren festbeißen und von diesem Tier leben = ungeliebtes Ungeziefer halt.

Ach manno, doofe schule, doofe Welt!

Manchmal träum ich davon (eigentlich ziemlich oft) einfach hier wegzuziehen zu irgendwem der sich freut mich zu sehen =) denn allein wohnen will ich glaub ich auch nicht, dann vereinsame ich wahrscheinlich vollkommen und werde von Wölfen angefressen. xD

so ende mit der Träumerei, nicht auf etwas hoffen was nicht passiert, deprimiert nur.

 

Bis Morgen
Mariel

25.10.09 20:53
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


die unbekannte (27.10.09 15:55)
Familie,Familie ist nicht das was in manchen Augen "normal" erscheint. Familie bedeutet nicht,Vater-Mutter-Kind(geschwisterteil.
Familie ist nicht nur diese eine spezielle Bindung die man aufgebaut hat,das Urvertrauen, (wurde das gestört..ist man oft immer auf der Suche-es ist die wichtigste Bindung), Familie bedeutet Geborgenheit,Zuflucht,Nähe,Privatsphäre,Zusammenstark sein,Probleme bewältigen,Familie kann in allen konstellationen bestehen sein.

Aber das ist nur meine Sicht,mein Gefühl von Familie,manche haben andere Sichten von Familie,aber bei den meisten gibt es trotzdem die Gemeinsamkeit,denn das emotionale Bedürfnis was man vermisst und versucht dort zu finden bzw einfach zu haben!!!

Es ist nicht schön,nicht willkommen zu sein,aber vielleicht ist es nur ein Gefühl,vielleicht will dein gegenüber dir das garnicht vermitteln.

Aber die Sache ist die,wenn du in Räumlichkeiten,mit Menschen zusammentriffst,mit denen du soviele ungute Gefühle verbindest und Situationen,dann tauchen die auf sofort wenn du die Türe aufschließt,wenn du in die Gesichter blickst...und viel einsamkeit durchflutet dein Herz. Eine wahrscheinlich normale Reaktion.

Denn auch die ansichten sind anders zwischen euch,man hat sich vielleicht shcon längst abgenarbelt und jeder lebt sein eigenes leben,mit eigenen Problemen unter einem Dach.

Abstand macht vielleicht wieder ein entspanntes Zusammentreffen möglich oder man muss es akzeptieren,sie haben vielleicht einen sturkopf und andere sichten..dann lasse ich sie.


die unbekannte (27.10.09 15:55)
Wenn man nicht ausziehen kann,dann kann man versuchen das man nicht eingeht in sich,in alte verhaltensmuster rutscht (kann man vielleicht nich ändern) weil man ihnen nicht aus dem weg gehen kann.

Das was man kann ist das schöne um sich herum zu stärken.

Die einen benötigen ihr Zimmer als wohlfühlraum,den anderen ist es wichtig fotos von lieben menschen um sich herum zu haben,den anderen ist es wichtig viel baden zu gehen,viel sich und die umgebung zu fühle und schlechte vibrationen aus dem weg zu gehen...

einem sport nach zu gehen.

Nein,das ist nicht weglaufen,es ist einfach nur eine Möglichkeit,es alles erträglicher zu gestalten,abzuschalten..es ist nicht perfekt.

Aber es sind so Momente wie der Rosa HImmel,wenn Plätzchen gebacken werden,die kann einem niemand wegnehmen.


die unbekannte (27.10.09 15:55)
Man kann schauen,was man sich gutes tun kann. Man muss Wege finden,das ist überlebenstraining,aber vor allem gibt man dem Körper und der Seele Zeit sich zu entspannen zu ruhe zu kommen.

Denn oft bringen Verhältnisse in denen man sich nicht wohlfühlt noch selbstzerstörerisches Verhalten zu Tage.

Verhalten,was total kontraproduktiv ist,du vermisst etwas,sehnst dich nach etwas,fühlst dich einsam und bestraft dich dafür noch.

Vielleicht setzt du dann noch Hilferufe aus.

Aber du gibst anderen Menschen Macht damit,nicht du hast Macht über dein Verhalten,über deine Lebensweise,über dich..sondern andere.

Denn du führst dir Schaden zu,anstatt das man sich gutes tut.

Seinen Wert erkennt.

Ja so ist es,nicht einfach,sondern ein harter Kampf,aber hoffentlich positiver Kampf.


Man vermisst viel,auch ich vermisse viel.

Aber man kann nur versuchen das beste drauß zumachen...auch wenn es manchmal nur das ist,das man sich selbst in den Arm nehmen kann


alles gute,viele schöne Momente

die unbekannte

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